Landrat Dr. Ulrich Fiedler fordert eine angemessene Mittelausstattung und Kofinanzierung für die nächste EU-Förderperiode. Wie schon zu Beginn der aktuellen Förderperiode setzt die Mittlere Alb auch künftig wieder auf LEADER.
Foto: Privat
Erfolgsgeschichte LEADER muss weitergehen
Die Region Mittlere Alb nutzt das EU-Förderprogramm LEADER seit über zehn Jahren erfolgreich für die ländliche Entwicklung. Der EU-Haushalt 2028-2034 könnte Kürzungen des LEADER-Budgets sowie eine sinkende EU-Kofinanzierung mit sich bringen. Das wäre ein fatales Signal für den ländlichen Raum, weshalb Landrat Dr. Ulrich Fiedler den Appell des Landkreistags Baden-Württemberg an die Landesregierung unterstützt. Als Vorsitzender der LEADER-Region Mittlere Alb fordert er einen größtmöglichen Einsatz der Landesregierung für attraktive Förderbedingungen und eine angemessene Mittelausstattung.
LEADER stärkt regionale Handlungsfähigkeit und macht Europa vor Ort erlebbar
LEADER stärkt die regionale Handlungsfähigkeit auf der Mittleren Alb und ermöglicht Kommunen, Vereinen und Unternehmen eigene Ideen umzusetzen und die Entwicklung der Region aktiv mitzugestalten. „Unsere LEADER-Region gehört zu den erfolgreichsten Regionen in Ba-den-Württemberg. Seit 2015 haben wir über 100 Projekte und rund 150 kleinere Initiativen gefördert und damit ein Investitionsvolumen von knapp 19 Millionen Euro in der Region angestoßen“, bilanziert Landrat Fiedler. „Wir haben LEADER als wichtiges Instrument unserer Regionalentwicklung etabliert. Das Programm ist ein unverzichtbarer Baustein, um nachhaltige Lösungen für unsere Region zu realisieren.“
Wie vielfältig die Wirkung von LEADER ist, zeigen zahlreiche Projekte wie die Scheunenwerk-statt in Hohenstein-Ödenwaldstetten als lebendiger, inklusiver Begegnungsort, die Dorfbäckerei Tiefenbach in St. Johann-Würtingen als wichtiger Teil von Grundversorgung und regionaler Wertschöpfung oder das Peterstor-Museum, in dem sich der Geschichtsverein Zwiefalten ehrenamtlich für die Erlebbarkeit des kulturhistorischen Erbes einsetzt. „LEADER macht die Europäische Union vor Ort sichtbar und stärkt regionale Eigenverantwortung“, betont Landrat Fiedler.
Einsatz für die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte
LEADER steht seit über 30 Jahren für die Stärkung demokratischer Mitgestaltung im ländlichen Raum. Die Region Mittlere Alb zeigt seit mehr als einem Jahrzehnt, wie mithilfe des Programms passgenaue Lösungen für eine zukunftsfähige Entwicklung angestoßen und umgesetzt werden. Kürzungen der Fördermittel und eine sinkende EU-Kofinanzierung würden die Wirksamkeit des Programms und die regionale Innovationskraft erheblich schwächen. „Unsere Kommunen und regionalen Akteure brauchen LEADER, um die Region lebendig, zukunftsfähig und widerstandsfähig zu gestalten. Deshalb sollte sich die Landesregierung bei den Verhandlungen zur EU-Förderperiode 2028 bis 2034 mit Nachdruck für eine angemessene Mittelausstattung und Kofinanzierung einsetzen“, fordert Landrat Fiedler.






