Die Vereinsmitglieder Samir Halabi, Tronje Marquardt, Ulrich Kaufmann und Josef Leippert (v. l.) freuen sich über die Fördergelder für ihren neuen Elektrobackofen, der auch bei der Schlosshofhockete zum Einsatz kam
Foto: LEADER Mittlere Alb
Die Neuanschaffung eines Elektrobackofens für den Heimat- und Backverein Engstingen wurde gefördert
Zur Erhaltung und Weitergabe der historisch gewachsenen Backtradition hat sich im Jahr 2025 der Heimat- und Backverein Engstingen gegründet. Die inzwischen 115 Mitglieder des Vereins sind ein wichtiger Baustein für die Bewahrung traditioneller Handwerkskunst sowie zur Belebung des gemeinschaftlichen Miteinanders im Dorf. Der Verein kümmert sich um den Betrieb der beiden Backhäuser in Groß- und Kleinengstingen und bietet regelmäßig Backkurse an. Die Anleitung dafür kommt von mehreren Bäckermeistern, die den Beruf selbst nicht mehr ausführen und sich im Verein engagieren.
Fördergelder zur Schaffung neuer Angebote
Die großen Holzbacköfen in beiden Häusern funktionieren tadellos. Doch deren Betrieb ist mit Blick auf die Zeit fürs Anheizen, die eingesetzte Energie sowie die Menge der Brotlaibe, für die die Öfen ausgelegt sind, nur für größere Gruppen bzw. festliche Aktivitäten, bei denen Brot verkauft wird, geeignet. Für Kleingruppen bis zu 12 Personen ist die Benutzung ökologisch wie ökonomisch nicht vertretbar. Doch auch kleinere Gruppen will der Verein gezielt durch Backkurse für Jung und Alt ansprechen. Also wurde der Entschluss gefasst, einen Elektrobackofen anzuschaffen, um die Nutzung der Backangebote zu flexibilisieren. Anfang 2026 beantragte der Verein Fördergelder über das Regionalbudget der LEADER-Aktionsgruppe Mittlere Alb und erhielt den Zuschlag. Da im Backhaus Großengstingen der benötigte Starkstrom-Anschluss bereits vorhanden war, wurde der neue E-Ofen hier aufgestellt, angeschlossen und im Juni 2026 eingeweiht.
Zur Schlosshofhockete Mitte Juli besichtigte Regionalmanagerin Elisabeth Markwardt das Backhaus samt neuem E-Ofen, übergab die Regionalbudget-Plakette und sprach mit einigen Mitgliedern des Vereins. Ulrich Kaufmann und Tronje Marquardt berichteten voller Leidenschaft von Plänen für verschiedene Angebote, die erst durch den neuen Ofen sinnvoll realisiert werden können. „Unser Backhaus soll Begegnungsort für alle Bevölkerungsgruppen sein – unabhängig davon, ob die Leute bereits einen Bezug zum gemeinschaftlichen Backen haben oder nicht. Ziel ist, das Bewusstsein für die Backkultur zu stärken, weiterzuentwickeln und regionales Wissen sowie handwerkliche Fähigkeiten an die nächste Generation zu vermitteln“, erzählen Kaufmann und Marquardt. Neben Erwachsenen stehen also insbesondere Kinder und Jugendliche im Fokus. In Zusammenarbeit mit Schulen wird es kostenlose Kurse und pädagogische Angebote geben, beispielsweise zu Themen wie ‚Vom Brot zum Korn‘ oder ‚Gesunde Ernährung‘. Daneben gibt es viele weitere Ideen, die in den kommenden Jahren umgesetzt werden sollen.






