Bürgermeisterin Katja Fischer (2. v. l.) nimmt zusammen mit Unterstützern des Projekts die LEADER-Plakette entgegen. Dank der Kooperation von Stadtverwaltung, Elterninitiative, Schule und lokalem Handwerk wurde die Initiative umgesetzt.
Foto: Katja Fischer
Im Städtle ist eine inklusive Bewegungsanlage entstanden, gefördert mit EU-Geldern von LEADER Mittlere Alb
In der Stadt Trochtelfingen gibt es wenig Infrastruktur für junge Menschen, insbesondere für Kinder ab 6 Jahren. Dank einer Elterninitiative entstand die Idee für eine barrierearme Bewegungsanlage, die Menschen verschiedener Altersgruppen und Fähigkeiten zusammenbringt. Aus dieser Initiative bildete sich eine Projektgruppe, bestehend aus Vertretern von Verwaltung, Eltern, Vereinen, aus dem Gemeinderat sowie Lehrkräften der Werdenbergschule. Gemeinsam wurde überlegt, wie ein geeigneter Platz aussehen könnte. Lehrkräfte der Schule fungierten dabei als Brücke zu Kindern und Eltern. Kinder im Grundschulalter wurden befragt, was sie sich wünschen. Einige Eltern hatten zudem bestehende Spielplätze in der Region besichtigt und ihre Kinder unterschiedlichste Geräte auf Tauglichkeit und Spaßfaktor testen lassen. Besonders angetan waren alle von einer Seilkletteranlage, die dann auf der Wunschliste für Trochtelfingen landete.
Anfang 2025 stellte die Stadt einen Projektantrag bei LEADER Mittlere Alb. LEADER ist ein Förderprogramm, mit dem die Weiterentwicklung ländlicher Räume unterstützt wird. Dafür stehen Gelder zur Verfügung, mit denen Projekte bezuschusst werden. Nach erfolgter Förderzusage und Ausschreibung startete die Projektumsetzung im Herbst des Jahres. Die kalte Jahreszeit wurde die Bestellung der Spielgeräte genutzt, im Frühjahr 2026 ging es dann an die bauliche Umsetzung. Vor der Baustelle trippelten immer mehr kleine, ungeduldige Füße von Kindern, die die neuen Geräte bespielen wollten. Mitte September 2026 war es dann so weit, die Anlage wurde für die Öffentlichkeit freigegeben.
Entstanden sind ein großes Seilklettergerüst, ein rollstuhlgerechtes Karussell sowie natürliche Sitzflächen aus Jurakalk und Anlehnbügel für Fahrräder. Die Anlage wurde in das bestehende Bewegungsangebot in der Nähe der Hohenbergstraße als ideale Ergänzung von Kleinspiel- und Basketballfeld sowie Sportplatz integriert. Insbesondere Kinder von 3 bis 12 Jahren profitieren von der Anlage, aber auch Familien, Menschen mit körperlichen, sensorischen oder kognitiven Beeinträchtigungen und Kindersportgruppen von Vereinen und Bildungseinrichtungen. „Ziel war die Gestaltung einer Bewegungsanlage, die ein inklusives Miteinander fördert sowie Austausch, Interaktion und soziale Integration ermöglicht. Ich bin sehr dankbar über die aktive Beteiligung der Bevölkerung und weiterer Akteure von der Planungsphase bis hin zur Umsetzung, das unterstreicht den gemeinschaftlichen Charakter des Projekts“, berichtete Bürgermeisterin Katja Fischer. LEADER war für sie das optimale Förderprogramm, unterstützt es doch die Stärkung und Entwicklung von Lebensqualität, Inklusion und Chancengleichheit sowie innerörtlicher Entwicklung.
Regionalmanagerin Elisabeth Markwardt betonte bei ihrer Besichtigung: „Dank LEADER erhalten freiwillige Projekte wie die inklusive Spielanlage finanzielle Unterstützung. Das stärkt bürgerschaftliches Engagement, regionale Beteiligungsprozesse und gesellschaftliche Eigenverantwortung. Daher ist es wichtig, dass es LEADER auch in der zukünftigen Förderperiode ab 2028 mit einem umfangreichen Gesamtbudget gibt“.






