Verantwortliche und Unterstützer des Projekts freuen sich über die erfolgreiche Maßnahme im Museum und nehmen dafür die LEADER-Plakette entgegen. Mit dabei sind Bürgermeister Peter Nußbaum (1. v. l.) und Ortschaftsräte aus Honau.
Weiterentwicklungen im Wilhelm-Hauff-Museum in Lichtenstein werden von LEADER Mittlere Alb finanziell unterstützt
LEADER ist ein Förderprogramm, mit dem Projekte zur Weiterentwicklung der Region finanziell unterstützt werden. Eines davon ist die Fortentwicklung des Wilhelm-Hauff-Museums in Lichtenstein-Honau. Im Zuge der erfolgreichen Projektumsetzung fand Mitte Juni 2026 eine abschließende Besichtigung durch Regionalmanagerin Elisabeth Markwardt statt. Dabei haben unter anderem Bürgermeister Peter Nußbaum, Jutta Kraak und die Ortschaftsräte Wilfried Schneider sowie Eberhart Etter die LEADER-Plakette entgegengenommen. Im Geiste ebenso anwesend war Herr Hauff, hier als Büste in der Bildmitte zu sehen.
Im kleinen, aber bezaubernden Museum am Fuße des Schlosses Lichtenstein erfahren Besucher viel Wissenswertes über den württembergischen Dichter und Märchenerzähler Wilhelm Hauff. Im Museum wird einiges angeboten. Es gibt beispielsweise ein jährlich wechselndes Programm mit verschiedenen Vorträgen und Workshops oder Audioguides mit deutscher und englischer Sprache. Im Jahr 2024 entschied sich die Gemeinde Lichtenstein dazu, in die Weiterentwicklung des Museums zu investieren. Die Einrichtung ist momentan ansprechend, soll es aber in Zukunft auch bleiben. Um attraktiv zu bleiben, wurden neue Wege eingeschlagen.
Das Museum wird überwiegend von älteren Menschen besucht, die oft Einschränkungen haben, zum Beispiel im Bereich Sehen oder Laufen. Für sie war die schlechte Ausleuchtung der Exponate sowie der Zugang in Form einer Treppe von Nachteil. Jüngere Gäste im Museum sind eher die Ausnahme – was vielleicht auch an fehlenden digitalen Angeboten liegen mag.
In den vergangenen Monaten wurden eine Plattform-Treppenliftanlage und eine moderne Beleuchtungsanlage eingebaut. Dank der neuen Leuchten sind Beschriftungen und Exponate besser einsehbar. Durch die erweiterten Zugangsmöglichkeiten wie Menschen mit körperlicher Einschränkung oder Familien mit Kinderwagen werden Inklusion, Vielfalt und Toleranz gefördert. Dritter Projektbestandteil war die Anlegung eines Actionbounds, also einer digitalen und mobilen Schatzsuche oder auch Abenteuerwanderung, die über eine App im Handy oder Tablet erlebt werden kann. Darin gestellte Fragen bieten die Möglichkeit, literarische Werke von Hauff multimedial verstehen und entdecken zu können. Von der Schul- bis zur Seniorengruppe, der Actionbound spricht alle an, auch wenn insbesondere jüngere Zielgruppen damit erreicht werden sollen.
Im Juli 2026 wird die Geschäftsstelle Inklusionskonferenz vom Landkreis Reutlingen das Museum mit neuem Zugang inspizieren. Über weitere Informationen dazu spricht sich das Thema rum, wodurch evtl. neue Besucher für das Museum gewonnen werden. Für die Ansprache jüngerer Menschen soll der Actionbound genutzt und gezielt mit Schulen zusammengearbeitet werden. Erste Absprachen mit der Wilhelm-Hauff-Realschule Pfullingen laufen.






