Das LEADER-Förderprogramm macht Jugend mobil

Übergabe der LEADER-Plakette an der Münsinger Schillerschule (v. l.): stellv. Rektor Marc Notter, Rektorin Nicole Breitling, Julia Rentschler und Pedro Martins vom BDKJ Dekanat Reutlingen-Zwiefalten, Landrat Thomas Reumann und Elisabeth Markwardt vom LEADER-Regionalmanagement
Foto: LEADER Mittlere Alb

Übergabe der LEADER-Plakette für die „Mobile Jugendkirche“ durch Landrat Thomas Reumann

Mit dem EU-Förderprogramm LEADER werden auf der Mittleren Alb großartige Projekte gefördert, um die Attraktivität der Region zu steigern und diese zukunftsfähig weiterzuentwickeln. Mit dem Projekt „Mobile Jugendkirche“ werden den Jugendlichen der Mittleren Alb flexible und mobile Wege eröffnet, sich mit anderen Jugendlichen und Bildungsträgern zu vernetzen und auszutauschen. Bei der Übergabe der LEADER-Plakette durch Landrat Thomas Reumann im Schulhof der Schillerschule in Münsingen wurde deutlich, welch einzigartige Begegnungsmöglichkeiten der Einsatz des Fahrzeugs „Mobile Jugendkirche“ für die Kinder schafft und damit zur Stärkung der Gemeinschaft beiträgt. Die Überreichung der LEADER-Plakette symbolisiert den erfolgreichen Abschluss des Projekts sowie die Auszahlung der LEADER-Fördergelder.

Aktive Jugendarbeit mit und für Jugendliche, unterstützt durch LEADER-Fördergelder
Die „Mobile Jugendkirche“ war an der Schillerschule in Münsingen im Einsatz. Die „Mobile Jugendkirche“, das ist ein umgebautes Fahrzeug mit dem das Jugendreferat (BDKJ Dekanat Reutlingen-Zwiefalten) eine neue Form der Begleitung anbietet. Das Fahrzeug bietet nicht nur die Option, junge Leute zu schwer erreichbaren Treffpunkten oder Kooperationspartnern zu bringen. Durch die Mitführung zahlreicher Arbeits- und Spielmaterialien im Fahrzeug werden Kinder und Jugendliche dazu befähigt, theoretisch ausgearbeitete Konzepte mit Partnern sofort zu verwirklichen.

Nicole Breitling, Rektorin an der Schillerschule, begrüßt die wiederholte Zusammenarbeit mit der „Mobilen Jugendkirche“ sehr. Diese Kooperation unterstreicht noch einmal das besondere Konzept der Gemeinschaftsschule – gleichberechtigte und selbstbestimmte Begegnungsmöglichkeiten für alle Kinder und Jugendliche, unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religionszugehörigkeit, Bildung oder sonstiger individueller Merkmale, zu schaffen. Besonders die Integration von Kindern mit Migrationshintergrund wurde durch die „Mobile Jugendkirche“ ausdrücklich unterstützt.

Beim Mittag tauschten sich Nicole Breitling, Landrat Thomas Reumann, Pedro Martins (Projektverantwortlicher) sowie Julia Rentschler (Jugendreferentin) von der BDKJ Dekanatsleitung und Elisabeth Markwardt (LEADER-Regionalmanagement) über die Gemeinschaftsschule und deren Besonderheiten aus. Weitere Themen waren eine im Sommer dieses Jahres erfolgreich durchgeführte Kooperation (WELTfairÄNDERER-Woche) wie auch die aktuelle Zusammenarbeit.

Anschließend stellte Herr Martins die „Mobile Jugendkirche“ auf dem Schulhof vor.
Er erzählte von den Anfängen des Projekts, wie die Idee mit einem Team Jugendlicher entstand und konkretisiert wurde. Die Grundidee besteht darin, das Projekt zusammen mit den Jugendlichen zu entwickeln. Dazu wurde im Februar 2016 ein Projektteam gegründet. Gleich zu Beginn der Überlegungen stand fest, einerseits Jugendlichen der Mittleren Alb mit dem Fahrzeug die Möglichkeit zu bieten, das katholische Jugendreferat und seine Angebote besser nutzen und mitgestalten zu können. Andererseits sollen auch Kooperationen mit Schulen und Kommunen vor Ort veranstaltet werden.

Mit der Zusage der LEADER-Fördergelder durch die LEADER-Aktionsgruppe Mittlere Alb im April letztes Jahr konnte mit der Verwirklichung des Projekts begonnen werden. Nach intensiven Vorbereitungen war die „Mobile Jugendkirche“ im Frühjahr dieses Jahres startklar. Seither hat es viele unterschiedliche Einsätze gegeben. Darunter Teamsitzungen – bei kühleren Temperaturen im Fahrzeuginneren, in der warmen Jahreszeit unter der Markise vor dem Auto, Gruppenfahrten und Partnerschaftstreffen mit Campingausrüstung, Besuche von Musikevents und Gottesdiensten. Im Fahrzeug immer dabei – Hängestühle, Tischkisten und jede Menge weitere Materialien für die Umsetzung von Spielen, Methoden und Konzepten.

Thomas Reumann, Landrat und erster Vorsitzender des Vereins LEADER Mittlere Alb e. V., überreichte am Montagmittag die LEADER-Plakette und machte dabei deutlich, dass die „Mobile Jugendkirche“ ein absolutes Vorzeigeprojekt ist, welches einen entscheidenden Beitrag zu einer erfolgreichen Regionalentwicklung leistet.

2017-10-26T21:57:39+00:00