LEADER Mittlere Alb – ein Erfolgsprogramm

LEADER-Aktionsgruppe Mittlere Alb v. l. n. r.: Minister Peter Hauk MdL, Elisabeth Markwardt, Pia Münch, Landrat Thomas Reumann, Bürgermeister Jochen Zeller
Foto: MLR

Der Verein LEADER Mittlere Alb e. V. kann sich über weitere EU-Mittel für die Entwicklung und Stärkung der ländlichen Räume, übergeben von Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, in Höhe von 1,12 Millionen Euro freuen.

Der Grundstein für eine erfolgreiche Weiterentwicklung der Region Mittlere Alb wurde mit der erfolgreichen Bewerbung um das EU-Förderprogramm LEADER und der Gründung des Vereins LEADER Mittlere Alb e. V. bereits im März 2015 gelegt. Von der in zwei Tranchen aufgeteilten Förderperiode bis 2020 profitieren 20 Städte und Gemeinden aus vier Landkreisen. Mit 1,5 Millionen Euro konnten in der ersten Tranche seit 2015 bisher 21 innovative Projekte gefördert werden.

Weitere 1,12 Mio. Euro EU-Mittel für innovative Projekte
Am vergangenen Montag gab Minister Peter Hauk MdL die EU-Mittelzuweisung für die 18 LEADER-Regionen Baden-Württembergs im Rahmen der zweiten Tranche bekannt und überreichte die Fördermittelzusagen. Für die LEADER-Aktionsgruppe (LAG) Mittlere Alb stehen bis Ende 2020 nun weitere 1,12 Mio. Euro EU-Mittel zur Verfügung, um Projekte in der Region zu fördern.

Zusammen mit Landrat Thomas Reumann zeigten sich die Vorstandsmitglieder erfreut über die Fördergelder: „In den vergangenen drei Jahren haben wir gemeinsam einen enormen Beitrag zur Weiterentwicklung unserer liebens- und lebenswerten Region geleistet. Mit der Unterstützung durch EU-Mittel können nun weitere innovative Projekte gefördert werden.“

Für die Förderperiode 2014-2020 stellt die Europäische Union für die 18 LEADER-Regionen rund 50 Mio. Euro aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung ländlicher Räume zur Verfügung. Davon wurden den Regionen in einer ersten Tranche von 2015 bis 2018 insgesamt 30 Mio. Euro bereitgestellt. Im Frühjahr 2018 wurde die Zwischenbewertung der LEADER-Aktionsgruppen vorgenommen. Auf dieser Grundlage wurden die restlichen 20 Mio. Euro EU-Mittel in Form einer Fördermittelzusage am 04. Juni 2018 übergeben.
Mit LEADER fließen EU-Fördermittel, Landesfördermittel und Eigenmittel der Projektträger in unsere Region, bisher sind es Gesamtinvestitionen von über 5 Mio. Euro.

Stellen Sie noch bis zum 22. Juni 2018 einen Projektantrag
Alle Akteure der LEADER-Region Mittlere Alb sind wieder aufgerufen, ihre Projektideen beim Regionalmanagement einzureichen. Vom 05. bis 22. Juni 2018 läuft der siebte Förderaufruf und es können Projektanträge eingereicht werden, die zur Stärkung unserer ländlichen Region beitragen und die in eines der drei Handlungsfelder Lebenswerte Dörfer, Soziales und kulturelles Leben und Regionale Wirtschaft eingeordnet werden können. Für alle bis zum 22. Juni 2018 eingegangenen Projekte stehen 420.000 Euro EU-Mittel für die Projektförderung zur Verfügung. Interessierte können sich an die Regionalmanager Elisabeth Markwardt und Hannes Bartholl in der Geschäftsstelle in Münsingen wenden. Beide beraten Sie gerne über förderrechtliche und inhaltliche Fragen. Am 05. Juli 2018 wird der Beirat der LEADER-Aktionsgruppe Mittlere Alb entscheiden, inwieweit die eingereichten Anträge die regionalen Entwicklungsziele des Regionalen Entwicklungskonzeptes (REK) unterstützen und eine Förderung erhalten.

Hintergrund
LEADER ist die Abkürzung für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“ und bedeutet übersetzt „Verbindung zwischen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft“. Seit 1991 unterstützt die Europäische Union mit dem LEADER-Förderprogramm modellhafte Projekte zur Stärkung und Weiterentwicklung ländlicher Räume. Das besondere bei diesem Programm ist der Bottom-up-Ansatz, d. h. die Menschen vor Ort können Entwicklungsprozesse mitgestalten. Lokale Akteure aus öffentlichen und nicht öffentlichen Interessenskreisen schließen sich zu einer LEADER-Aktionsgruppe (LAG) zusammen und erarbeiten gemeinsam ein Regionales Entwicklungskonzept (REK), das die Schwächen, Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten einer Region aufzeigen. Auf Basis des REK werden von der LAG Projekte zur Förderung ausgewählt. Durch die Einbeziehung unterschiedlicher Akteure und die bewusste Begrenzung der Einflussmöglichkeiten der öffentlichen Hand auf die Mittelverwendung im Rahmen von LEADER wird ein integrierender Charakter der Förderung bestärkt. Dieser Ansatz fördert zudem bürgerschaftliches Engagement, das soziale Miteinander und grenzüberschreitende Netzwerke.

2018-06-05T21:56:31+00:00